Nicht vor dem Einschlafen betrachten

Analoge Fotografie, Kamera

Jede neu zu mir stoßende Kamera durchläuft ein kleines Prozedere. Ich schaue, ob die Blende sich schließt und öffnet, der Verschluss funktioniert und die Zeiten einigermaßen plausibel klingen. Dann wird ein Film eingelegt und gemäß Anzeige belichtet. Dabei fotografiere ich weniger Wichtiges. Einfach nur in die Landschaft halten wäre Verschwendung, falls dann doch einmal ein gutes Motiv dazwischenrutscht, tolle Sachen zu fotografieren macht es ärgerlich, wenn irgendetwas daran nicht stimmt und der Film für die Mülltonne ist.

Die Porstreflex C-TL II ist ein eckiger Trum, schwer und klobig und dennoch oder gerade deswegen, irgendwie sympathisch. Das passende Weitwinkelobjektiv ist leichtgängig, hat eine nette Makrofunktion, ist allerdings ein wenig undeutlich beim scharf stellen.

Was mich direkt ein wenig ärgerte, ist, dass fast alle Bilder leicht überbelichtet sind. In der Dunkelkammer ist das kein Problem, beim Scannen schwächelt dieser, er ist halt untere Preisklasse. Vielleicht sollte ich doch beginnen, sie abzufotografieren.

Als ich loszog war düsteres Wetter und irgendwie war mein Kopf wohl voll morbider Ideen. Was dabei rausgekommen ist, sollte man nicht vor dem Einschlafen betrachten.

Alice aus der Dunkelkammer

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17 Gedanken zu “Nicht vor dem Einschlafen betrachten

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