Was verborgen scheint

Analoge Fotografie, Dunkelkammer

Negative sind geheimnisvoll. Nicht nur, dass die Welt verdreht erscheint, dunkles hell und helles dunkel ist. Nein, auch der Grad der Belichtung verschleiert häufig das Schöne, das sich darin verbirgt.

Prinzipiell sollte man analog leicht überbelichten. So ein Durchschnitssfilm kann eine Menge Licht vertragen. Das Negativ wird dunkler und in diesen für den Scanner kaum zu bewältigenden finsteren Flecken verbergen sich wundervolle Grauzeichnungen.

Dieses Bild von der Rose, aufgenommen im Spätsommer war sehr überbelichtet. Was schief gelaufen ist, weiß ich gar nicht. Auf dem Scanner war das Bild nur durch reichlich Tricks zu retten und die schöne Schattenzeichnung fehlte.

In der Dunkelkammer mit viel Licht, ergab sich ein wundervolles Korn und genau das, was ich haben wollte.

Umgekehrt funktioniert das selten. Helle Stellen haben keine Information. Zu helle Negative kann der Scanner zwar ganz gut verarbeiten, allerdings fehlt dann oft die Tiefe. Umso überraschter war ich, als ich das flaue Mittelformatnegativ, das mein Mann in Moyland mit der alten Agfa Isolette seines Opas aufnahm, ausbelichtete. Auf wenig Licht kommt wenig Licht und nach 15 Sekunden erschien das hier.

Es war genau das, was wir gesehen hatten. Düster und geheimnisvoll. Ein Plädoyer für die Dunkelkammer, auch wenn ich gerade nicht so ganz weiß, wo ich die ganzen Fotos aufhängen soll. Im PC sind sie doch platzsparender abgelegt.

Al7ce aus der Dunkelkammer

5 Gedanken zu “Was verborgen scheint

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